Worin besteht der tatsächliche Unterschied zwischen den Wasserdichtigkeitsklassen IP65 und IP67 für ein Einbaudisplay?

Daisy Li
Experte für Displaylösungen und Produkttechnologie
Spezialisiert auf OEM/ODM Smart-Display-Lösungen von 21.5″-Monitoren bis hin zu 110″ interaktiven Flachbildschirmen, mit Expertise in Produktkonfiguration, Systemintegration, Qualitätskontrolle und der Abwicklung von Großprojekten für globale B2B-Märkte.
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Da sowohl IP65 als auch IP67 mit der Ziffer 6 beginnen, bieten sie denselben maximalen Schutz gegen Staub. Der Unterschied liegt ausschließlich in der zweiten Ziffer. Der entscheidende Unterschied besteht in ihrer Wasserdichtigkeit: IP65 schützt vor Staub und Strahlwasser, während IP67 denselben Schutz gegen Staub bietet, aber zusätzlich auch Schutz gegen kurzzeitiges Untertauchen. Daher ist IP67 die bessere Wahl für Umgebungen, in denen das Gerät unter Wasser getaucht werden kann.
- IP65 schützt eingebettete Panel-Displays vor dem Eindringen von Staub und vor Strahlwasser mit niedrigem Druck.
- IP67 geht noch einen Schritt weiter und bietet zusätzlichen Schutz gegen vorübergehendes Eintauchen in Wasser.
„Allerdings gilt: Eine Schutzart IP67 bedeutet nicht automatisch eine generell bessere Abdichtung, noch bedeutet sie, dass das Gerät Hochdruckwasserstrahlen standhält (was eine Schutzart IP69K erfordert).“
Was bedeuten IP-Schutzarten?
„IP“ steht für Ingress Protection (Schutzart gegen Eindringen). Die erste Ziffer (6) gibt an, dass beide Schutzarten vollständig staubdicht sind. Die zweite Ziffer (5 oder 7) bezeichnet den Schutz gegen Flüssigkeiten.
| Bewertungskomponente | Bedeutung |
| Erste Ziffer (6) | Absolut staubdicht |
| Zweite Ziffer (5 oder 7) | Schutzniveau |
- IP65: Absolut staubdicht und gegen Strahlwasser aus jeder Richtung mit niedrigem Druck geschützt.
- IP67: Vollständig staubdicht und geschützt gegen kurzzeitiges Eintauchen in Wasser – typischerweise bis zu 1 Meter Tiefe für 30 Minuten unter festgelegten Testbedingungen.
Da beide Schutzarten die gleiche erste Ziffer für den Staubschutz aufweisen, geht es bei einem Upgrade von IP65 auf IP67 ausschließlich um die Verbesserung der Wasserdichtigkeit und nicht um die Verbesserung der Staubbeständigkeit.
Was bedeutet das für ein Einbaudisplay?
- IP65 (Wasserstrahlen): Entwickelt, um Regen, Spritzwasser und Niederdruck-Wasserstrahlen (z. B. aus dem Gartenschlauch) standzuhalten, die direkt auf den Bildschirm gerichtet sind. Ideal für Produktionslinien, Fahrzeugkabinen und Standard-Außengehäuse.
- IP67 (Untertauchschutz): Entwickelt, um kurzzeitiges Eintauchen in Wasser (bis zu 1 Meter Tiefe für 30 Minuten) zu überstehen. Diese Schutzart ist erforderlich, wenn sich Wasser auf der Displayoberfläche ansammeln kann, wenn der Bereich überschwemmungsgefährdet ist oder wenn das Gerät intensiven Reinigungsarbeiten ausgesetzt ist, die einem Untertauchen ähneln.
Wichtige Überlegungen für Einbaudisplays
Bei Einbaudisplays wird die Schutzart (IP-Schutzart) typischerweise in zwei Zonen unterteilt: die Frontblende und das hintere Gehäuse.
Wenn ein Hersteller ein Display als IP65 oder IP67 angibt, meint er damit fast immer „IP65/IP67 nur für die Vorderseite“. Diese Schutzart gilt nur, wenn das Display korrekt installiert ist und die Dichtung bündig und dicht am Gehäuseausschnitt anliegt.
- IP65-Frontblende: Ideal für Umgebungen, in denen nur die Vorderseite Elementen wie Regen und Staub ausgesetzt ist oder regelmäßig abgewischt werden muss. Die rückseitigen Komponenten sind vollständig auf das Trockenhalten durch das Hauptgehäuse angewiesen.
- IP67 Frontblende: Erforderlich, wenn sich über längere Zeiträume Wasser auf der Displayoberfläche ansammeln könnte oder wenn das gesamte Gerät intensiven, vorübergehenden Reinigungen ausgesetzt ist, die ein Untertauchen simulieren.
„Sofern ein Display nicht ausdrücklich als „Full IP67“ gekennzeichnet ist – was üblicherweise ein vollständig abgedichtetes Gehäuse mit wasserdichten M12-Anschlüssen bedeutet –, verfügt die Rückseite eines Embedded-Panel-PCs oder Monitors typischerweise über Standard-Lüftungsschlitze, HDMI- und USB-Anschlüsse. Dringt Wasser von hinten in das Panel ein, schützt eine IP67-Schutzart an der Vorderseite das Gerät nicht.“

